Was ist mit Inga G. Passiert? (2015)

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Der Vermisstenfall um Inga G. ist einer der bekanntesten Cold Cases in Deutschland

Die damals fünfjährige Inga G. verschwand am 2. Mai 2015 spurlos bei einem Familienbesuch, während eines vorbereiteten Grillabends in Sachsen-Anhalt auf dem Gelände des Diakoniewerks Wilhelmshof. Am frühen Abend gegen 18.40 Uhr bemerkten die Familien, dass Inga vom Sportplatz bzw. Waldrand verschwunden war. Die drei anwesenden Familien suchten nach Inga bis ca. 20.13 Uhr.

Die Suche nach Inga G.

In derselben Nacht und in den darauffolgenden Tagen wird nach Inga gesucht. Hunderte Einsatzkräfte der Polizei, Spürhunde, Hubschrauber mit Wärmebildkameras und freiwillige Helfer durchkämmt das weitläufige Waldgebiet rund um den Wilhelmshof. Die Feuerwehrpumpe einen Teich in der Nähe ab ohne Erfolg. Die fünfjährige Inga bleibt spurlosverschwunden.

Anfangs gingen die Behörden von einem Vermisstenfall aus. Die Polizei stufte den Fall nachkurzer Zeit, nachdem keine Spuren gefunden wurden, als Verbrechen ein. Die Kriminalpolizei wurde erst 36 Stunden nach der Vermisstenmeldung hinzugezogen. Dies löste Kritik aus da man in der Zeit möglicherweise Spuren durch die intensive Suche zerstört oder verwischt haben könnte.

Die Ermittlung:

2019 wurde das Ermittlungsverfahren Eingestellt- und vier Jahre später durch druck der Familie erneut aufgenommen. Die Familie kritisiert die Arbeit der Polizei massiv. Exactly (junge Reporterformat aus Ost Deutschlands. Sie werten die Ermittlungsakten aus, um der Frage nachzugehen, ob Ermittlungsfehler passiert, sind. Haben mögliche Fehler dazu geführt das andere Spuren gar nicht verfolgt wurden. 

Auf Grundlage der 40.000 Seiten starke Akte, wurde großes Augenmerk auf die Suche nach Inga in den angrenzenden Wäldern gelegt. In Gesprächen mit Angehörigen Anwälten und durch das Studium der Akten stellt das Rechercheteam fest: Es gibt keine Hinweise darauf, dass das Kind überhaupt den Wald betreten hatte.

 Andere Ermittlungsansätze werfen weitere Fragen auf: Eine private Hundeführerin soll noch Monate nach Ingas verschwinden nach dem Mädchen über 800 Kilometer von Stendal nach Österreich gesucht haben. Eine Spur die in eine Sackgasse geführt hat. Die Familie war voller Hoffnung wurden deshalb sehr enttäuscht. Das Reporterteam findet einen Ansatz für eine andere Spur, die die Ermittler wegen der Fährte nach Österreich möglicherweise ausgeschlossen hatten.(Quelle ARD Mediathek, Youtube Video)

Zeugenaussage:

Im September 2015 Meldet sich ein Pfarrer bei der Polizei. Eine Person will ihm gebeichtet haben, dass Inga Lebe, In Silz. Es gibt in Deutschland ca.11 Orte die ähnlich klingen. In Tirol Österreich (Silz) hat ein Mann, den die Polizei für möglich tatverdächtig hielt, gute Kontakte. Die österreichische Polizei ermittelt. Überprüft Personen und Rufnummern. Mindestens eine Person, die am Tag von Ingas Verschwinden auf dem Wilhelmshof war, lebte dort in der Nähe. Laut Staatsanwaltschaft wurde überall umfassend ermittelt. Laut Akten kann dies nicht ausreichend betätigt werden, dass diese Person intensiver überprüft wurde .

Der Hinweisgeber ist mittlerweile verstorben.

Mutter Victoria G.

Ingas Mutter äußerste sich zu den Ermittlungen. Sie sagt: ,, Die Polizei hat versucht uns da einzubeziehen wo es Sinn macht für die polizeiliche Arbeit. Das hat mit schon vermittelt, dass die Suche sinnvoll ist. Und dass es dazu führen kann das Inga gefunden wird. Vorausgesetzt sie ist irgendwo im Wald"

Aus heutiger Sicht (2023) laut Victoria G ,,würde ich sagen, wenn ich mich nochmal zurückbeamen könnte, in die Zeit, dann würde ich mich erst mal auf dem Wilhelmshof suchen und nicht im Wald"

Dieser Aussage wurde nachgegangen. Prof. Dirk Labudde aus Mittweida Digital-Forensiker sucht in elektronischen Daten nach Hinweisen, um Straftaten aufzuklären. Prof. Labudde äußerte sich, laut der Aussage der Polizei Inga ist damals beim Holzsammeln verschwunden. Wäre dies zutreffend wäre Inga in den Wald gegangen und hätte den Rückweg nicht mehr gefunden. Nach so langer Zeit lasst sich die Vermutung nicht verleugnen, dass es sich um ein Verbrechen handelt.

Hypothese:

Dirk Labudde hat eine Hypothese entwickelt. Sie basiert auf Zeugen-Aussagen zu Ingas Verhalten am Nachmittag. Eine Zeugin gab an das Inga so ruhig war. Über den Tag gab es vielleicht einen Erstkontakt zu Inga der ihr etwas angeboten hat. Später am Tag könnten sich die beiden nochmals über den Weg laufen sein und Inga ist nach Spekulationen mitgegangen. Wilhelmshof ein Ort mit 38 Häusern, über 100 Besuchern an diesem Tag. Wer hatte unmittelbaren oder weniger Kontakt mit der Fünfjährigen.

Sichtung:

Möglicherweise hat ein Vater der 2. Gastfamilie Inga zuletzt gesehen. Er sagte er habe sie an seinem Fahrzeug aus dem Augenwinkel noch einmal wahrgenommen. Wo das genau gewesen sein soll, ist unklar. Für den Digital – Forensiker geben sich mehr Fragen als Antworten auf, deshalb besuchte er zusammen mit der Reporterteam den Wilhelmshof Anfang April 2025.

Er möchte einen Persönlichen Eindruck von der Einrichtung gewinnen.

An diesem Tag finden zufällig Suchmaßnahmen der Polizei statt. Die Pressesprecherin meinte sie suchen jetzt nochmal den Boden ab. In der Hoffnung Gegenstände zu finden die noch nicht verwittert sind. Das Ausschlussprinzip, um nichts unversucht gelassen zu haben sagte die Pressesprecherin der Polizei. Bis heute wurde nichts gefunden.

Ermittlung 2023:

Seit 2023 in Halle werden von hier aus die Ermittlungen weiter ausgeführt. Der Fall wird nochmal mit neuem Blick aufgerollt. Erneut wird der Wald systematisch durchsucht. Ende 2024 wurde ein Aging Bild von Inga G. auf Getränkeflaschen veröffentlicht. Das Bild zeigt das vermisste Mädchen wie sie im Alter von 15 Jahren aussehen könnte. Polizeisprecher: Michael Ripke sagte: 1 Monat waren diese Flaschen im Umlauf. In dieser Zeit gingen 82 Hinweise von Menschen ein. Teilweise ginge man heute noch den Hinweisen nach. Ein Durchbruch war leider noch nicht dabei so der Polizeisprecher.

Bis heute dauern die Ermittlungen an. Es gab bisher keine DNA-Spuren.






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